Bestattung

Fragen und Antworten zur Bestattung

Welche Bestattungsarten gibt es? "Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn" (Apostel Paulus im Römerbrief, Kap 8, 38+39). Christen haben von Anfang an ihre Toten zur letzten Ruhe geleitet. Die Bestattung ist Ausdruck der Liebe und der Achtung gegenüber den Verstorbenen.

Was geschieht bei der kirchlichen Bestattung?

Die kirchliche Bestattung besteht aus dem Bestattungsgottesdienst und dem Gang zum Grab (auch in umgekehrter Reihenfolge möglich). Der Bestattungsgottesdienst in der Friedhofskapelle wendet sich an die Trauernden, die sich versammelt haben. In der Kreuzkirchengemeinde hat grundsätzlich jedes Gemeindeglied ein Anrecht auf Aufbahrung und Trauerfeier in der Kreuzkirche.

Der Bestattungsgottesdienst besteht aus Liedern, biblischen Texten, Gebeten und der Predigt. Das Leben des/ der Verstorbenen wird in Erinnerung gerufen. Es kommt die Wirklichkeit des Todes zur Sprache. Zugleich wird die Hoffnung auf das Leben bei Gott bezeugt.

Welche Bestattungsarten gibt es?

Es gibt die Möglichkeit zur Erdbestattung. Bei der Erdbestattung wird der Leichnam in einem Sarg in die Erde versenkt.

Es gibt die Möglichkeit einer Feuerbestattung. Der Feuerbestattung geht die Einäscherung des Leichnams voraus, die nur in behördlich genehmigten Anlagen (Krematorien) vorgenommen werden darf. Die Aschenreste werden in einer Urne aufbewahrt und dann in einem Grab beigesetzt.

Eine weitere besondere Art der Feuerbestattung ist die Seebestattung. Die Versenkung von Urnen auf hoher See bedarf der Genehmigung durch die zuständige Behörde. Die evangelische Kirche bietet sowohl für die Erd- als auch für die Feuerbestattung eine gottesdienstliche Begleitung an.

Wird eine kirchliche Bestattung außerhalb der Kreuzkirchengemeinde und von einem anderen Pfarrer durchgeführt, benötigen die Angehörigen eine formelle Erlaubnis ("Dimissoriale"). Sie wird vom Pfarramt ausgestellt, in der der/ die Verstorbene seinen/ ihren letzten Wohnsitz hatte.

Kann ein Angehöriger kirchlich bestattet werden, der nicht in der Kirche ist?

Die kirchliche Bestattung setzt voraus, dass der/ die Verstorbene der evangelischen Kirche angehört hat. Ist der/ die Verstorbene zu Lebzeiten aus der Kirche ausgetreten, respektiert die Kirche diese Entscheidung.

Deshalb kann nur in eng begrenzten Ausnahmefällen eine kirchliche Bestattung stattfinden. In der Kirchenordnung (KO) der Evangelischen Kirche im Rheinland heißt es dazu: "Waren die Verstorbenen nicht Glied der evangelischen Kirche, kann auf Bitten der evangelischen Angehörigen ausnahmsweise eine kirchliche Bestattung stattfinden, wenn dies aus seelsorglichen Gründen angezeigt erscheint. Eine kirchliche Bestattung kann nicht stattfinden, wenn die Verstorbenen sie ausdrücklich abgelehnt haben." (KO, Art. 63)

Hat der/ die Verstorbene einer anderen anerkannten christlichen Kirche angehört, ist auf Wunsch der Angehörigen eine kirchliche Bestattung durch einen evangelischen Pfarrer/ eine evangelische Pfarrerin unter Umständen möglich. Welche anderen christlichen Kirchen die evangelische Kirche anerkennt, sind in der "Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen" aufgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrer Gerhard Schäfer oder Pfarrer Rüdiger Petrat.