Stadtkirchenarbeit

Die Überregionalität der Kreuzkirche lang in ihrer hochqualifizierten Kirchenmusik begründet,  beginnend mit  Arnold Mendelssohn der die europäische Schützrenaissance auslöste und Werkaufführungen  Johan Sebastian Bachs und Medelssohn-Bartholdys zur Tradition erhob. Weltweit bekannt wurden auch die Werke ihrer Presbyter wie Berghauptmann Hermann Brassert dessen Bergbaugesetz über 100 Jahre Gültigkeit behielt und des Theologen Karl Barth, der für die Gemeinde den Vorläufer der Barmer Theologischen Erklärung, die Bonner Erklärung schrieb. Universitäts- und Kreuzkirchenprediger wie Hans-Joachim Iwand, dessen Bibliothek in der Kirche aufbewahrt ist, machten die Kreuzkirchenkanzel zum Ort internationaler Denkanstösse, welche durch zahlreiche Gottesdienste und die Reihe Kanzelreden in Kooperation mit dem dem Evangelischen Forum fortgeführt wird.

Ihre  Überkonfessionalität verdankt die Kreuzkirche  Ihrem  Prediger Universitätsprofessor Theodor Christlieb, Gründungsvater der Evangelischen Allianz und der Ökumene.  So findet seit fast 100 Jahren im Frühjahr das Internationale Allianzgebet statt und über 60 ökumenische Veranstaltungen flankieren jährlich die Partnerschaftsvereinbarung zwischen der evangelischen, römisch-katholischen und altkatholischen Innenstadtkirche:  Kreuzkirche, St. Martin und St. Cyprian an denen sich weitere Innenstadtkirchen, Einrichtungen und Schulen beteiligen.

Vom Kaiserbesuch über Staatsbegräbnisse bis zum Deutschlandtag war die Kirche mit der höchsten Stizkapazität in Bonn schon in ihrer langen Geschichte immer öffentlicher Raum.  Seit einigen Jahren lädt nicht nur die werktags geöffnete Kirche, sondern auch der renovierte Kirchplatz mit seinem kreiskirchlichen Kirchenpavillon zu öffentlichen Veranstaltungen ein.  Dazu gehören die buchbaren Evangelischen  Stadtführungen  des Kirchenkreises und Führungen der Kreuzkirchengemeinde.

Die geniale Verknüpfung von Gemeindearbeit und Citykirchenarbeit fördert das Wachstum von beiden. Sie bietet  die ganze kirchliche Bandbreite,  zwischen Verbindlichkeit und Anonymität,  von Gesprächsgruppen und Gebetskreisen bis zu Ausstellungen und Events.  Weitere Informationen unter: r.petrat(at)kreuzkirche-bonn.de.

Barth-Iwand Präsenzbibliothek

Auf der Kreuzkirchenempore, rechts über dem Altar, befindet sich eine Notenbibliothek auf der Grundlage des Wirkens von Arnold Mendelssohn an unserer Kreuzkirche. Aus ihr strahlt durch die Kirchenmusik das Evangelium in die Herzen der Gemeinde.

Etwas Gleichwertiges befindet sich auf der gegenüberliegenden Empore links über dem Altar: Bücher von Theologen der Kreuzkirche auf der Grundlage der Bibliothek Hans Joachim Iwands, des Lutherforschers und Widerstandskämpfers, Uni- und Kreuzkirchenpredigers, Pfarrer an St. Marien und Professor in Göttingen und Bonn, Gründer und Herausgeber der Göttinger Predigthilfen.

Die Straße hinter der Kreuzkirche trägt seinen Namen und sein Kampf gegen das NS-Regime, den Kalten Krieg, für die Ökumene und die Ostverträge samt seinen eindrucksvollen Predigten sollen unserer Gemeinde in lebhafter Erinnerung bleiben.

Außerdem befinden sich in der Barth-Iwand Präsenzbibliothek Predigten und Werke namhafter Persönlichkeiten, die in der Kreuzkirche gewirkt haben, zum Beispiel: Oberhofprediger Ernst von Dryander, Prof. Helmut Gollwitzer, Bischof Hermann Kunst und vor allem des Iwand Freundes und Jahrhunderttheologen Prof. Karl Barth, der den Vorläufer der Barmer Theologischen Erklärung für die Bekennenden Christen an der Kreuzkirche schrieb. Mit Ihm zusammen verfasste Iwand das Darmstädter Wort.

So kehrt die Evangeliumsverkündigung vergangener Zeiten literarisch zurück an den Ort von dem sie ausgegangen ist.  

Ehrenamtliche ArchivmitarbeiterInnen, BücherspenderInnen, ForscherInnen oder interessierte LeserInnen melden sich bitte an unter: r.petrat(at)kreuzkirche-bonn.de