Aktuelles

Ab Pfingsten wieder Gottesdienste in der Kreuzkirche

Grundsatzbeschluss des Presbyteriums

Neues Gottesdienstkonzept für die Zeit der Krise

Pfingstfeuer wird wohl den Anfang machen

 

In einem Grundsatzbeschluss hat das Presbyterium am Abend des 11. Mai die Wiederaufnahme der Gottesdienste in der Kreuzkirche auf den Weg gebracht. Zuvor hatte sich bereits ein Arbeitskreis, bestehend aus Pfarrerin Ingrid Schneider, Pfarrer Rüdiger Petrat, Kantorin Karin Freist-Wissing, Organist Stefan Horz und dem Vorsitzenden des Presbyteriums, Thomas Gampp, intensiv mit allen Fragen von den Hygieneanforderungen über die konkrete Organisation bis hin zum theologischen Konzept beschäftigt.

Schnell war allen Beteiligten klar, dass die Wiederaufnahme der Gottesdienste in immer noch bedrängter Zeit besondere Formen verlangt. Die Kreuzkirchengemeinde möchte dem Rechnung tragen, indem sie in der Corona-Zeit eine Reihe besonderer musikalischer Gottesdienste unter dem Titel "Halte deine Träume fest" anbietet, über die wir Sie alsbald näher informieren werden.

Intensiv diskutiert wurde die Frage des Termins, zu dem diese Gottesdienste beginnen sollten.

Nach Wochen des Rückzugs und des Zurückgeworfen-Werdens auf kleinsten Raum erfahren viele Menschen die Öffnungen der letzten Tage als befreiend. Bilder des Alltags zeigen, wie sehr sie herbeigesehnt werden: Einkaufen, auf der Hofgartenwiese sitzen, sich mit Bekannten treffen. Und wo so vieles wieder möglich ist, wächst natürlich auch die Ungeduld: Wann feiern wir endlich wieder Gottesdienste? Wann dürfen wir wieder proben? Wann treffen wir uns wieder im Gemeindesaal?

Alle dürften aber doch wohl auch ahnen: Vorbei ist die Krankheit noch lange nicht. Und, ja: Sie hat ihren vorhergesagten Höhepunkt noch nicht einmal erreicht.

Immer noch gibt es ein hohes Ansteckungsrisiko in Deutschland, das besonders die Schwächsten in unserer Gesellschaft trifft. Täglich 1000 Neuinfizierte und jeden Tag 100 bis 150 Tote zeugen bis heute davon. Darum blieb für das Presbyterium die zentrale Frage: Wie gehen wir als Kirchengemeinde verantwortlich mit der gegenwärtigen Situation um?

Das Presbyterium hat sich vor dem Hintergrund dieser Überlegungen, die vielfältig hin und her gingen, dafür entschieden, noch 14 Tage mit der Wiederaufnahme der Gottesdienste und der musikalischen Proben zu warten. Es möchte die Auswirkungen abwarten, die die Öffnungen im öffentlichen Leben hervorrufen. Aus diesem Grund soll der erste Gottesdienst in der Kreuzkirche der Gottesdienst an Pfingstsonntag sein - dann um 11 Uhr, gestaltet als musikalischer Gottesdienst.

Wir wissen, dass die verlängerte Wartezeit vermutlich Menschen enttäuschen wird. Auch wir selbst sind enttäuscht, dass es nun nicht schneller gehen kann - so jedenfalls nach unserer Auffassung, zu der wir nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente gelangt sind.

Wenn in Bonn nicht wieder "die Räder angehalten" werden müssen, haben wir sogar Hoffnung, vielleicht doch noch ein paar Tage früher beginnen zu können - nämlich mit dem traditionellen Pfingstfeuer auf dem Kreuzkirchenvorplatz als Open-air-Event am Donnerstag vor Pfingsten. (Das natürlich auch unter Einhaltung der strengen Vorschriften, die kirchlicherseits für alle Gottesdienste gelten.)

Bis dahin ist die Kreuzkirche in jedem Fall weiter täglich von 12 bis 14 Uhr zu Andacht und Gebet geöffnet.

 

Das Presbyterium der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde Bonn